Viele Wünsche, wenig Ziele – ein Nachruf

Dem Kollegen macht es keinen Spass mehr, das IT-Geschäft. „Was für Vorstellungen die Kunden haben, jeder will es ein wenig anders.“ Schon sind wir mitten im Erfahrungsaustausch. Denn jeder kennt das Problem mit unrealistischen Vorstellungen und Ansprüchen in einer Branche in der zwar alles möglich ist, aber nicht für das Budget welches der Kunde mitbringt. Also müssen Abstriche gemacht werden – auf beiden Seiten und zum Leidwesen des Dienstleisters.


Dies soll nun auf keinen Fall heißen, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden durch Software- und IT-Firmen nicht berücksichtigt würden. Wir stellen diese stets in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Trotzdem gehen auf Kundenseite Wünsche und Realität zu häufig auseinander. Beide wieder in Einklang zu bringen ist daher eine primäre Aufgabe von Projektmanagern und Beratern im IT-Umfeld. Diese Aufgabe ist mindestens genau so schwierig wie irgendwann eine konkrete Zielvorstellung erfolgreich umzusetzen und dabei natürlich die Technologie selbst zu beherrschen. Aus einem Bündel Anforderungen ein tragfähiges Umsetzungskonzept zu machen dominiert und determiniert den Projekterfolg eben entscheidend. Dazu kommt, dass gerade aktuelle Themen fast immer und mit durchaus verständlicher Motivation bei jedem Projekt auf die Agenda sollen. Der Sinn so hat man das Gefühl ist dabei jedoch zweitrangig. Eine Lösung ohne Virtualisierung und Cloud-Fähigkeit taugt nichts, alles muss dokumentiert jedoch agil und schnell entwickelt werden.
Da hilft es nur ruhig zu bleiben, die Probleme sorgfältig zu analysieren und gemeinsam abzuwägen welche Investitionen (in bestimmte Aspekte innerhalb einer Lösung) und Methoden sich für das Projekt auszahlen. Das ist aber sicher nicht neu.
Der Kollege hat sich aus dem Geschäft verabschiedet. Wir wollen weiterhin gute Projekte machen bei denen die Softwarelösung dem Kunden so hilft, wie er es erwarten kann und sollte.

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